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| Leider
gibt es immer wieder Situationen im Umgang mit Pferde, in denen man sich
versucht fühlt, Pferde für "schlechtes Benehmen " zu bestrafen.
Ein kleines Tabu - Thema, denn wer ist nicht auch schon in die Situation
gekommen seinem Pferd eins auf die Nase gegeben zu haben oder ihm eins
mit der Gerte übergezogen zu haben. Der folgende Text soll dazu dienen,
sich über die "Erfolge" und Mißerfolge
von Strafen bewußt zu werden.
Wie John Lyons sagt : " Wenn dein Pferd nach dir beißt, hast du genau 1 Sekunde, um es zu schlagen. Schon 1 1/2 Sekunden später macht diese Handlung keinen Sinn mehr für das Pferd. " |
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von Kate Fulker Strafe korrekt anzuwenden ist solch eine große Herausforderung, daß sie sehr vorsichtig und strategisch geplant sein muß, um den größtmöglichen Erfolg damit zu erzielen und die geringsten unerwünschten Nebeneffekte zu erhalten.
1.) Strafe
darf nicht als Vergeltung, Rache oder Befreiung von Ärger und Wut
2.) Strafe muß
in erheblichen Maße INTENSIV,
heftig ausfallen.
Ratten, die trainiert wurden zur Futteraufnahme in eine Zielkiste zu laufen, fahren fort in diese Kiste zu laufen während sie starken Elektroschocks ausgesetzt werden, wenn sie zuvor einer Serie von Elektoschocks mit allmählich zunehmender Stärke ausgesetzt werden. In anderen Worten, wenn Sie ursprünglich zu schwache Strafen anwenden und diese allmählich steigern, werden Sie kaum bis keine Unterdrückung eines unerwünschten Verhaltens erleben oder dies Unterdrückung wird nicht lange anhalten.
3.) Strafe
muß unmittelbar erfolgen,
um Wirksamkeit zu zeigen.
Die Hunde von Gruppe 1 warteten mehrere Wochen ! bis sie das Futter wieder fraßen. Die 2. Gruppe Hunde warteten ein bißchen länger als 1 Woche, bevor sie das angebotene Futter wieder annahmen und die 3. Gruppe warteten gerade einmal DREI MINUTEN !!! Also ist die dritte Frage, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie zur Strafe greifen, ob Sie fähig und gewillt dazu sind SOFORT zu strafen, aber auch nicht zu strafen, sobald sie auch nur 1 Minute gezögert haben.
4.) Damit
Strafe effektiv ist, muß sie mit
kontinuierlicher Planmäßigkeit ausgeführt
konditioniertes Signal für Strafe sein. Tiere lernen sehr schnell, daß Strafe nur geschieht, wenn der Besitzer anwesend ist. Im besten Falle lernt das Tier einfach bloß das Verhalten nur in Abwesenheit des Besitzers zu zeigen. Im schlimmsten Fall lernt das Tier Angst vor dem Besitzer zu haben, da der Besitzer zum unangenehmen Stimulus für das Tier geworden ist. Also ist die abschließende Frage, wie kreativ Sie im Aufbau von Situationen werden wollen, um Strafen auszuführen. Nun gut, nehmen wir an Sie sind bereit, gewillt und auch in der Lage alle die Erfordernisse einzugehen. Was erhalten Sie aber für ihre Arbeit ! Strafe vermindertnur das Auftreten eines Verhaltens. Es bestimmt nicht, welches andere Verhalten, ein unerwünschtes Verhalten ersetzt. Der Ersatz könnte ebenso schlimmer sein / werden. Bestrafungen tendiert dazu aggressives Verhalten im allgemeinen zu vermehren - beim Tier, wie auch beim Benutzer. Strafe kann auch zur Zunahme von Selbst - zerstörerischem Verhalten führen, besonders in Situationen, in denen positive Verstärkungssmodell fehlen oder sehr niedrig sind oder das Tier keine Möglichkeit des Entkommens / Vermeidens erkennt. Solche Konditionen führen auch zu der wissenschaftlich erwiesenen ERLERNTEN HILFLOSIGKEIT oder zu Angst / Panikreaktionen bei dem Tier. Aber dann gibt es auch noch die paradoxen Situationen, in den selbst bei effektiv und richtig angewendeter Strafe sich das Verhalten nicht vermindert.
Ich persönlich
zweifele daran, daß das was ich hier erklärt habe jemand davon
überzeugen wird keine Strafen zu benützen. Selbst schlecht ausgeführte
Bestrafung ist oft effektiv im Unterdrücken von Verhalten für
eine kurze Zeit.
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