CLICKERTRAINING
Das
Clickertraining bezieht sich auf eine Methode Verhalten über ein
„Ja - Signal" oder einen
konditionierten Verstärker zu trainieren und einem Pferd präzise
zu sagen, wenn es etwas richtig macht.
Der
Click im Clickertraining entsteht durch einen kleinen Plastik-Krachmacher,
ähnlich der von früher bekannten Blechknackfröschen.
Ursprünge
des Clicker
Clickertraining
begann mit dem Delphin Training. Vor 30 Jahren, als die ersten Delphine
in Meerwasseraquarien ( Delphinarien ) zur Schau gestellt wurden,
hatten die Leute keine Ahnung, wie sie diese Tiere trainieren sollten. Stell dir nur einmal
vor, wie du es machen würdest, einem Delphin beizubringen auf Kommando
durch einen Ring zu springen. Vor 30 Jahren konnte keine der
traditionellen Dressurmethoden auf diese Tiere, die einfach auf und davon
schwimmen konnten, angewandt werden. Das konventionelle Training war zu
sehr mit Zwang und Strafe verbunden Mittel, die sich auf die Delphine nicht
anwenden ließen. Die
Lösung war, das Verhalten durch positive Verstärkung zu formen
( SHAPING ), aber selbst das brachte Probleme mit sich. Denn, wie solltest
du einem Delphin mitteilen, dass du magst, was er gerade gemacht hat.
Du kannst ihm einen Fisch ins Wasser werfen. Aber bis er diesen findet,
würde die Belohnung nicht mehr mit dem Verhalten in Verbindung gebracht
werden, dass du gerade versuchst zu verstärken. Diese Problem
wurde durch den Einsatz einer Hochfrequenz Pfeife gelöst. Der Trainer
blies die Pfeife genau in dem Moment, indem er den Fisch ins Wasser warf.
Die Delphine lernten sehr schnell, dass sie einen Fisch ( Belohnung
) erwarten konnten, wenn sie die Pfeife hörten. Der nächste Schritt
war die Pfeife mit Verhalten zu verbinden. Zum Beispiel dadurch, dass du einen Reifen ins Wasser hältst und
jedes mal pfeifst, wenn sich
die Tiere dem Reifen näherten. Das war der Anfangsschritt zu Lernen, dass bestimmtes Verhalten - zum Pfiff , d.h. zum Fisch führt.
Wenn die Verbindung erstmals gemacht wird, ist man auf dem Weg komplexeres
Verhalten zu trainieren. Die
Pfeife ist ein Überbrückendes ( Weiterleitendes ) Signal
oder auch sekundärer Verstärker, um in der wissenschaftlichen
Sprache zu sprechen. Es
gibt dem Tier eine sehr klare und präzise Information. Dieses
Signal verhält sich wie eine „ Ja - Richtig " - Antwort, wie ein Wink
oder eine Hilfe (Pferdesprache). Es sagt dem Tier, das Verhalten, was du
gerade gemacht hast, wird dir eine Belohnung einbringen.
Click !
Delphin Training für Pferde ?
Wir
können dieses System sehr leicht mit dem Pferdetraining verbinden.
Mit
Pferden benutzen wir an stelle der Pfeife einen Plastikclicker.
Dieser
ist wie diese Kinderspielzeuge ( Blech-Knack-Frösche), nur etwas haltbarer.
Man
kann ebenso einen Zungen- Schnalz - Laut machen, so sind die Hände
frei für andere Dinge.
Gewöhnung des Pferdes an den Clicker
Es
gibt viele verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Ich allerdings
führe den Clicker immer dadurch ein, dass ich dem Pferd beibringe
einen Gegenstand ( Ziel ) zu berühren. Ich benutze hierzu einen
kleinen, orangenen Kegel (wie man ihn in Sportgeschäften findet, um
Abgrenzungen zu markieren). Du kannst aber ebenso einen Deckel von einem
Plastikeimer, Dosen oder was auch immer nehmen, das handlich und sicher
für dich und dein Pferd ist. Ich
fange mit dem Ziel berühren ( targeting ) an, da
es ein sehr einfaches Spiel ist und nicht Teil des normalen Pferdetrainings.
Bei
einem sehr gierigem Pferd ist es anfangs am besten eine Stalltür oder
einen Zaun zwischen sich und dem Pferd zu haben, bis das Pferd die Regeln
verstanden hat.
Du
hältst den Kegel oder was immer du ausgesucht hast vor das Pferd. Pferde
neigen dazu auf solche Dinge neugierig zu sein. In genau dem Augenblick,
indem das Pferd den Kegel berührt, kommt der Click und die Belohnung.
Es kann passieren, dass das Pferd, wenn es merkt es geht hier um Futter,
anfängt deine Hände oder Taschen zu beschnuppern. Wenn es zu
aufdringlich wird, geh’ einfach einen Schritt zurück aus seiner Reichweite.
Das Betteln und Beschnuppern ist Teil des Lernprozesses und der Schlüssel
ist sich davon nicht ablenken zu lassen. Achte auf deine Sicherheit, aber lass das Pferd entdecken. Es wird herausfinden,
dass direkt
zur Leckerliauswurfmaschine ( in dem Fall du ) zu gehen,
niemals belohnt wird.
Hilf,
deinem Pferd erfolgreich zu sein. Wenn es z.B. seinen Kopf abwendet, um
nach etwas anderem zu schauen, ergreife die Gelegenheit, um den Kegel wieder
zwischen dich und das Pferd zu halten.
Es
wird dagegen stoßen auf dem Weg dich erneut zu beschnuppern.
Wenn
das passiert Click und es bekommt eine Belohnung. Während das immer
und immer, anfangs zufällig passiert, wird es plötzlich entdecken,
das gegen den Kegel zu stoßen, bringt die Leckerliauswurfmaschine
dazu zu arbeiten und Belohnungen zu produzieren.
Du
kannst fast sehen, wie ihm plötzlich ein Licht aufgeht. So oft ich
das auch schon beobachtet habe, so ist es doch jedes mal ein magischer Moment,
wenn das Pferd entdeckt, dass ES die Kontrolle hat, das ES machen
kann das es clickt. Alles, was es zu tun hat, ist den Kegel zu berühren.
Es lernt auch noch etwas anderes Wichtiges. Es lernt, dass ihm niemals
geclickt wird, wenn es meine Hände beschnuppert, an meinem Mantel
knabbert oder an mich stößt. Wenn
du ein gieriges, aufdringliches Pferd hast, ist das ein guter Weg ihm bessere
Manieren beizubringen.
Finde die richtige
Belohnung !
Der
Clicker ist ein überbrückendes Signal.
Es
verbindet ein erwünschtes Verhalten mit einer Belohnung.
Die
Belohnung ist nicht das, was wir sagen, was ein Pferd mögen sollte.
Die
Belohnung ist alles, was ein Tier bestärkend, befriedigend findet.
So
müssen wir zuerst Dinge finden, die ein Pferd mag.
So,
also was mögen Pferde ? Still stehen, in Ruhe gelassen werden, Herumtoben
gehört auf die Liste, eine angenehme Massage, Zeit mit einem beliebten
Weidegenossen verbringen oder die Möglichkeit sich ausgiebig zu wälzen.
Das Problem mit solch einer Liste ist offensichtlich. Solche Dinge sind
schwer während einer Übungseinheit zu ermöglichen. Du kannst
deinem Pferd natürlich nicht erlauben, sich jedes mal hinzuwerfen und
sich ausgiebig zu wälzen, wenn es dir die richtige Antwort gegeben hat.
Timing ist ein anderer Faktor in der Wahl der passenden Belohnung.
Ohne ein überbrückendes Signal müssen Belohnungen unmittelbar
überbracht werden, wenn das Verhalten auftritt. Nur auf diesem Weg
kann das Pferd klar verstehen, was es gerade getan hat, war gut und
es wiederholen, um erneut eine Belohnung zu bekommen.
Verzögerungen
zwischen Auftreten des Verhaltens und der Belohnung kann zu Verwirrung
führen.
Du
denkst du belohnst das Pferd dafür den Kopf zu senken.
Es
aber denkt, es wird dafür belohnt, weil es mit dem Schweif nach einer
Fliege schlägt. Also,
wie löst du dieses Problem?
Sehr
einfach! Du führst den sekundären Verstärker ein , den Clicker.
Futter
oder ein Loben am Hals, Streicheln und Kratzen am Genick und Kopf sind
primäre Verstärker. Es
sind die Sachen, die das Pferd mag.
Der
sekundäre Verstärker oder auch überbrückende Signal,
wie es wissenschaftlich genannt wird.
Click
ist ein konditioniertes Signal, dass mit Belohnung verbunden wird.
Es
sagt dem Pferd : „ Du wirst eine Belohnung erhalten!"
Ohne
überbrückendes Signal ist Futter schwer zu benutzen. Die Pferde
werden leicht zu begierig und es wird mehr zur Ablenkung, als zu Hilfe. Mit
dem überbrückendem Signal „Click" aber, lässt sich
die Begierlichkeit in Leistung verwandeln. Futter als Belohnung ist prima!
Es ist praktisch für den Reiter und hoch motivierend für das
Pferd. Ich benutze C.T. mit meinem Pferd seit 1993 und ich bin wirklich
über seine Resultate erstaunt.
Alles,
ob Grundausbildung oder die Hohe Schule der Reiterei kann mit dem Clicker
trainiert werden.
C.T. lässt
sich bestens mit vielen anderen Trainingssystemen verbinden,
ob
Linda Tellington Jones Bodenarbeit, Pat Parelli, John Lyons oder fortgeschrittene
Dressur. Es
ist kein Ersatz für, aber eine Bereicherung anderer Techniken, die
du schon kannst. Die
klare „Ja - Antwort" des Clicker beschleunigt die Lernkurve und ermöglicht
ein eifriges, fleißiges
und glückliches Pferd.
Die Verstärkung
variieren
Also,
was können wir als Belohnung benutzen. Hafer, Kraftfutter (Teelöffelweise)
Frühstücksmüsli, Karotten, Äpfel, Sellerie, Gurken,
Zuckerwürfel, Tiercracker, Pfefferminzdrops, trockenes Brot
(
in kleinen Stücken) es geht wirklich alles, was ein Pferd mag und
sicher ist, um es zu fressen. Der
wichtige Punkt hierbei ist, dass man die Belohnung variieren sollte. Du
kannst deinem Pferd wichtige Informationen geben durch den Wechsel der
Belohnungen. Meine
Pferde lieben Pfefferminzdrops. Ich reserviere sie für besondere Momente. Wenn
ich Pfefferminz heraushole, wissen sie, dass sie etwas besonders gut
gemacht haben. Es
ist eine Art Jackpot. Sie strengen sich beim nächsten Versuch besonders
an.
Das Verhalten
in kleinen Schritten formen ( Shaping )
C.T.
wurde zu erst von Meeressäugetier Trainern entwickelt, die
Leistungen ausschließlich durch positive Verstärkung formten.
Beim
Formen (Shaping) wird die kleinste Tendenz in Richtung des gewünschten
Verhaltens genommen und durch das Verstärken des
Verhaltens, wird allmählich das Gezeigte in Richtung komplexeren Verhaltens
verschoben.
Das
Delphin Training ist der einfachste Weg, um dies zu sehen.
Du
hast einen Delphin, der im Becken herum schwimmt. Du willst, dass er durch einen Reifen schwimmt, den du in der Mitte des Beckens aufgehängt
hast. Also
bläst du jedes mal mit der Pfeife, wenn er nur in Richtung des Reifens
schwimmt. Bei
langsamen herauszögern des Pfiffs, kannst du dem Delphin beibringen
durch den Reifen zu schwimmen. Das ist Formen in der reinsten Form, aber
das ist nicht der einzige Weg den Clicker zu benutzen. Der Clicker ist
ein überbrückendes Signal. Er sagt : „ Ja, das ist genau das
Verhalten, was ich haben will ! Nun werde ich dir eine Belohnung geben
!!"
Es
sagt aber nichts darüber aus, wie das Verhalten ursprünglich
geschaffen wurde.
Du
kannst zum Beispiel darauf warten, dass ein Verhalten auftaucht oder
du kannst durch Abkürzen die Antwort auslösen, die du willst.
So
z.B. im Hundetraining, wartest du nicht darauf, dass sich der junge
Hund setzt und clickst dann, sondern
du lauerst auf das Verhalten, indem du etwas zu Fressen über seinen
Kopf hältst. Wenn
der Hund hoch schaut, setzt er sich auf seine Hinterbeine - Click! Er
bekommt eine Belohnung. Das Futter wird ziemlich schnell ausgeblendet,
und das Hand Signal, das
zu langsam eingeführt hast, löst das Sitzen aus.( Falls du ein
exzellentes Video über C.T. für Hunde sehen willst, schau dir
Karen Pryor’s „ Clicker - Magic" oder Gary Wilkes Video „ Click and Treat"
und „ On Target" an.)
Diese
Art von Training benutzt das Targeting ( Zielberühren ), um das Verhalten
auszulösen.
Als ich meinem Pferd als erstes beibrachte ein Ziel zu berühren, dachte
ich anfangs, dies wäre ein netter Trick. Aber seit dem habe ich entdeckt, dass
es ein unbeschreiblich gutes Mittel ( Werkzeug ) ist, dass du in vielen verschiedenen Situationen benutzen kannst,
einschließlich
Verladetraining, Groundtying, Führen, der Stangenarbeit und der Seitengänge.
Zielrichtung
( Targeting ) ist nicht die einzige Abkürzung, die ich verwende.
Im
Pferdetraining benutzen wir Druck um eine Reaktion auszulösen. Zum
Beispiel kann ich mein Pferd zum Rückwärts richten bringen, indem
ich auf seine Vorderbeine klopfe. Es
wird schnell lernen, dass der Weg das Klopfen zu vermeiden, der ist,
nach rückwärts auszuweichen.
Um
die Sache verständlich zu machen, benutze ich einen negativen Verstärker.
Ein
Negativer Verstärker ist laut Verhaltenswissenschaft ein unangenehmer
oder schmerzhafter Stimulus, welches das Tier durch Ändern seines
Verhaltens vermeiden kann.
Negative
Verstärker sind ebenfalls prima „Formungs- Abkürzungen" besonders,
wenn du die
„ Ja - Antwort" des Clickers mit hinzunimmst. Mit dem Clicker wird das
Klopfen zu einer Information für das Pferd, um schneller zu seiner
Verstärkung / Belohnung zu kommen. Er sagt ihm was wir wollen: „ Beweg
dich weg von hier und ich werde dich clicken."
Das
Pferd lernt, dass die Gerte nicht dazu da ist es einzuschüchtern,
sondern gibt ihm die Hilfe uns zu verstehen.
Mit
dem Clicker verliert der negative Verstärker seine entgegen wirkende
Verbindung und
wird an stelle dessen zum Informationsvermittler.
Dieses
Zurücktreten - Beispiel ist ein sehr wichtiger früher Schritt im
Clickertraining. Ich
mache den Pferden klar, dass der beste Weg die Leckerli - Auswurfmaschine
in Gang zu setzen der ist, wenn
sie von ihr wegtreten. Mich für Belohnungen zu überfallen führt
zu nichts.
Wenn
du ein drängelndes Pferd hast, ist dies der beste Weg ihm gute Manieren
beizubringen.´
Kannst
ich dem Pferd das Rückwärts richten auch ohne Clicker beibringen?
Natürlich
kann man, aber wenn du möchtest, dass dein Pferd den Nutzen des
Clicker bei schwierigeren Aufgaben auch verstehen soll, musst du mit
einfachen Übungen beginnen.
Die
meisten Pferde profitieren von einer Überprüfung der Bodenarbeit,
also ist dies eine gute Gelegenheit das Pferd mit diesem neuen Werkzeug
bekannt zu machen und gleichzeitig seine Führbarkeit zu verbessern
Häufig gestellte
Fragen :
1.) Brauche
ich spezielle Ausrüstungsgegenstände für das Clickertraining
Nein
! Das ist das tolle am Clickertraining. C.T. fügt sich wunderbar in
andere Trainingsmethoden ein.
Du musst nicht aufgeben, was du schon erlernt hast und du
musst nicht
jede
Menge neues Zubehör kaufen, um es zu benutzen.
Alles
was du brauchst ist eine Tüte Karotten und den Willen Spaß
zu haben.
2.)
Wie passt das Clickertraining in andere Ausbildungsstile ?
Benutzt du nur positive Verstärkung mit deinen Pferden ?
Nein
! In der Pferdewelt wirst du nie ganz auf negative Verstärker ( Druck
der Schenkel, Druck im Round Pen ) verzichten können, und außerdem
wollen wir das auch nicht.
Negative
Verstärkung, d.h. Druck, ist eines unserer Verständigungssysteme.
Eine
Schenkelanspannung, der Wadendruck an der Seite des Pferdes, deine
Hände an die Zügel zu legen, dies
alles sind Signale, die dem Pferd sagen was man will und sie sind alle
negative Verstärker.
Die
Frage ist nicht unbedingt das wir negative Verstärker benutzen, sondern
viel mehr WIE wir sie beibringen. Das
ist wo der Clicker eine wunderbare Bereicherung in deiner Werkzeugkiste
wird. Ich kann die Formung (Shaping)
und das überbrückende Signal Click leicht auf jedes andere Trainingssystem
transferieren. Im
Verlauf mache ich es dem Pferd viel leichter zu verstehen, was ich will. Mit
dem Clicker kann ich dem Pferd beibringen auf Druck zu reagieren, ohne
Angst oder Schmerz zu benutzen, um die Antwort hervorzurufen.
3.) Muss ich den Clicker verwenden um Clicker Trainer zu sein ?
Nein
! Jedes eindeutige Signal, dass ein Tier wahrnehmen kann, geht.
Ich
benutze den mechanischen Clicker, wenn ich anfangs das Pferd ins Clickertraining
einführe. Ich
gebe diesem den Vorzug vor einem verbalen Signal, wegen seiner Einzigartigkeit. Die
Pferde nehmen den Clicker schnell wahr. Verbale
Signale gehen oft in den Hintergrundgeräuschen unseres eigenen Geredes
verloren.
Wenn
das Pferd erst mal die Grundregeln des Spiels verstanden haben, d.h.
Verhalten> führt zum Click > führt zur Belohnung, schalte ich
um zum Zungenclick.
Dies lässt
meinen Händen Freiheit für andere Dinge.
Ich
habe niemals Probleme das Signal zu übermitteln. Das Pferd macht sofort
die Verbindung.
4.) Was
passiert, wenn du mehr als ein Pferd in der Bahn hast ? Werden die anderen verwirrt ?
Wir
haben meistens 4 oder 5 Clicker trainierte Pferde die zusammen arbeiten,
und sie scheinen auszusortieren welcher Clicker zu ihrer Antwort gehört.
Besonders interessant ist, dass wenn ich mit einer Kundin arbeite,
ich ihr Pferd aus der Entfernung clicken kann und keines der anderen Pferde
reagiert. So ist es mit allen Pferden mit denen ich arbeite. Sie wissen
ich bin die potentielle Auswurfmaschine, aber sie wissen auch, dass in diesem Moment der Click nicht ihnen gilt.
5.) Warum
kann ich nicht nur einfach „ GUT" sagen, anstelle des Clickers ? Muss
ich den Clicker benutzen ?
Ich
persönlich ziehe den Zungenclick den verbalen Stimmkommandos vor.
Der
Click ist ein einzigartiges Hochgeschwindigkeitssignal, was
es mir ermöglicht sehr präzise Kriterien zu kennzeichnen.
Verbale
Hilfen können dasselbe tun, aber ich ziehe es vor „GUUUT " oder „
JAAA" als Ermutigungen zu benutzen. Denk
an das Kinderspiel Heiß und Kalt. „Gut" sagt es wird wärmer,
aber Click sagt:
„
Ja, du hast gerade den Goldschatz gefunden."
Sicherlich
kannst du auch „GUUUT" anstelle des Clickers benutzen,
aber
ich denke du wirst herausfinden ein anderes Signal zu benutzen.
Die
wichtige Sache ist, sich nicht damit aufzuhalten welches Signal man verwendet, sondern
zu verstehen das Clickertraining wirklich das Verhalten formen kann und
zwar in kleinen Schritten mit einem klaren „Ja - Signal ",
dass ein Pferd durch die Trainingseinheit begleitet und es motiviert.
Clicks
sind kein Schnalzen und Pferde haben kein Problem den Unterschied zu erkennen. Das
Schnalzen ist eine Aufforderung für Bewegung. Ein Click ist ein Ja
- Signal. Schnalzen
wird aus den Mundwinkeln gemacht.
Clicks
werden an der Oberseite deines Kiefers durch die Zunge hervor gerufen.
(es
ist verblüffend, wie viele Leute Probleme haben einen beständigen
Zungenclick zu produzieren.)
Mein
Buch Clickertraining für Pferde, macht hierzu detaillierte Angaben.
Während
du dieses lernst, ist der Plastik- Clicker definitiv eine Hilfe.
6.)
Was für Sachen kannst du mit dem Clicker beibringen ?
Alles
was du willst !!!!
Vom
Grundbodentraining, bis zu fortgeschrittenen Lektionen der Dressur oder des
Westernreitens. Jedes mal, wenn du eine klare „Ja - Antwort" brauchst,
hilft dir der Clicker in der Ausbildung weiter.
Für
den Anfänger ist es gut eine Liste von Grund - Gehorsamkeits- Abfragen
durch zu gehen.
Lässt sich dein Pferd angemessen und willig führen ?
Lässt es
sich unproblematisch verladen ?
Bleibt
es ruhig angebunden Stehen ?
Bleibt es an einem von dir entfernen Platz
ruhig und zuverlässig stehen
(
Ground tie ) ?
Lässt es sich unkompliziert aufzäumen ?
Benimmt
es sich beim Putzen und Satteln anständig ?
Akzeptiert
es eine Wurmkur ohne Probleme und lässt sich die Hufe anstandslos
auskratzen ?
Falls
die Antwort zu irgendeinem dieses Fragen nein ist, versuch
ein bisschen Clickertraining !
7.)
Gibst du dem Pferd nach jedem Click eine Belohnung ?
An
einem normalen Trainingstag brauchst du dann ja eine Wagenladung voll Futter
!
Ich
gebe nach jedem Click eine Belohnung. Das ist ein Art Abkommen, das ich
mit meinen Pferden getroffen habe. Hier ist ein Beispiel, dass helfen
kann dies zu verstehen. Ich lebe in einem sehr schneereichen Gebiet. Angenommen
du fragst eines der Nachbarskinder deine Auffahrt nach einem Schneesturm
frei zu schaufeln. Im Austausch dazu, sagst du ihm das er 20 DM von dir
erhalten wird.
Du
hast keine lange Auffahrt und der Junge denkt sich, dass dies ein
gutes Abkommen ist. Nun, nimm an, dass wenn er alles gemacht hat, du
dir die Auffahrt anschaust und sagst: „ Prima, das hast du gut gemacht
!" Er fühlt sich gut durch das Lob, aber er wird immer noch das versprochene
Geld bekommen wollen. Lob ist prima, aber das war nicht, was ihn motivierte
deine Auffahrt frei zu schaufeln. Nun sagst du ihm.: „Oh, ich habe diese
Woche nicht so viel Geld. Ich werde dich diesmal nicht bezahlen können,
aber vielleicht gebe ich dir nächstes mal die 20 DM." Das nächste
mal, wenn es schneit, kannst du darauf wetten, dass du dir selbst
deine Auffahrt frei schaufeln kannst. Der
Junge wird tausend Gründe finden mir nicht mehr zu helfen.
Also,
wenn ich mit meinem Pferd den Handel abschließe, dass ich ihn
für gutgemachte Arbeit belohne, muss ich dies auch einhalten. Das heißt nicht,
dass ich ihn jedes mal
clicken und belohnen werde, wenn
er etwas gut macht.
Der
Clicker ist ein Lernwerkzeug. z.B kann ich den Clicker benutzen, um ihm
beizubringen seine Füße beim Säubern hochzuhalten. So fange
ich an zu clicken, wenn es mir erlaubt mit der Hand das Bein herunterzufahren
bis zum Knie, aber ich benutze den mir vorher überlegten variablen
Verstärkungsplan und frage nach immer mehr.
Der
variable Verstärker bedeutet, dass mein Pferd niemals genau weiß,
wann es den Click hört. Es
wird immer daran arbeiten mir mehr gute Antworten anzubieten, in
dem Bemühen die Belohnungsmaschine in Gang zu setzen.
Nicht
lange und mein Fuß - scheues Pferd, wird mir viel mehr erlauben,
als nur sein Bein zu berühren. Es wird seinen Fuß hochheben
und ihn ruhig in der Luft halten, während ich den Schmutz raus kratze.
Ziemlich
bald werde ich ihn nicht eher clicken, bevor ich nicht zwei, dann drei
und schließlich alle vier ausgekratzt habe. Nach einiger Zeit bin
ich in der Lage den Click ganz wegzulassen, weil es die Aufgabe gemeistert
hat.
Aber
ich benutze den Clicker weiter, um auf anderen Gebieten ihm neue Sachen
beizubringen.
Es
ist wie, wenn du dem besagten Nachbarjungen sagst : „Ja, ich gebe dir die
20 DM, du kannst dich darauf verlassen, aber ich will auch noch den Hausaufgang
und den Schnee vom Dach geschoben bekommen ."
Wenn
er zwischendurch aufgibt, wird er gar nichts bekommen, aber je mehr er
gemacht hat, desto dichter kommt er seiner Belohnung. Das lässt ihn weitermachen, selbst wenn ich mehr Arbeit auftrage. Wenn ich beide
Aufgaben auf einmal fordere, könnte es sein, dass er murrt und
weggeht.
Aber,
wenn ich nach und nach um etwas mehr bitte, wird es, wie als wäre
es alles eine Aufgabe. Wenn
ich dann noch hier und da ihm ein paar Kekse anbiete wird er mir vielleicht
auch noch anbieten die
Eiszapfen von der Regenrinne zu entfernen.
(
Kommt euch das nicht bekannt vor ? Nicht das es so ist wie oft beim Pferdetraining, sondern
passiert so was nicht dauernd mit uns auf unserer Arbeitsstelle ?
Schau
dir deine ursprüngliche Arbeitsplatzbeschreibung an. Aber nach einer
Weile kommt es dir so vor, als gehöre diese Beschreibung zu einer anderen
Person. Du
tust wesentlich mehr, als das, aber es bleibt immer noch dieselbe Bezahlung
am Ende.)
Bei
den Pferden kannst du mit einer Tasche voll Hafer oder nur einer einzelnen
Karotte viel Training einsparen. Belohnung wird in kleinen Mengen gegeben.
Ein
Teelöffel Hafer, ein Stück Karotte, erhält aufrecht, dass dein Pferd sich um so mehr anstrengt.
Ich
wechsle meine Belohnungen. Nicht nur, dass das Training dadurch mehr
Spaß macht, sondern
damit ist einen Quelle von Informationen für das Pferd verbunden. Ich
hebe seine beliebtesten Leckerlis für Extra Anstrengungen auf.
Es
hilft mir so spezielle „Kodak - Momente" festzuhalten.
Wenn
mein eigenes Pferd etwas besonders gut macht Click ! und ich ziehe das
Pfefferminz heraus. Er
weiß, dass er etwas besonders toll gemacht hat und diese herausragende
Anstrengung ist eine besondere
Belohnung wert.
8.)Wo kann ich
mehr vom Clickertraining erfahren ?
Meine
Homepage Adresse
http// www.crisny.org/users/kurlanda
verbindet
euch mit allen online Clicker Quellen.
Zusätzlich
wird es euch noch mehr Artikel über Clickertraining für Pferde
anbieten, ein
Photoalbum von clickertrainierten Pferden und Empfehlungen der besten Clicker
Bücher und Videos, die zur Zeit auf dem Markt sind. Mein neues Buch
Clickertraining für Pferde ist jetzt erschienen und kann über
meine Web Seite bestellt werden oder bei Sunshine Books
http://www.dontshootthedog.com
Alexandra
Kurland
Deutsche Adresse um Alexandras
Buch, Clicker und weitere deutschsprachige Videos zum Thema Clickertraining
mit Pferden zu beziehen
http://www.clickerreiter.de
